Puhh...was für ein Tag. Manchmal weiss man nicht, ob man lachen oder heulen soll. Alle drehen am Rad!
Jeder, der tagtäglich mit seinen Kindern ist, kennt diese "Wahnsinns"-Tage und diese Phasen, in denen Stress, Streit, Überforderung und Unzufriedenheit sehr spürbar sind. Auch ich bin zur Zeit ganz schön herausgefordert, mehrmals knapp am Rand der Überforderung.
Die Grenzen sind hier fliessend, aber es gibt sie. Ich nutze zur Erklärung gerne das LERNZONENMODELL. Dieses hat drei Ringe bzw. drei Zonen:
- die Komfortzone in der Mitte - hier ist alles easy und komfortabel, sicher und bekannt
- die Lernzone ausserhalb der Komfortzone - hier beginnt es herausfordernd zu werden, Neues ist zu bewältigen, Deine Stressbewältigung steht auf dem Prüfstand
- die Panikzone ausserhalb der Lernzone - hier wirds brenzlig, denn da kommen wir in die Überforderung und Unsicherheit, unsere Ressourcen reichen hier nicht ganz aus, um alles gut zu bewältigen, deshalb kommt das Gefühl von Panik oder Versagen (manchmal auch Resignation) auf
Wenn ich also in der Überforderung lande, dann kommt mir manchmal dieses Modell in den Sinn und ich prüfe, wo ich gerade stecke und was ich tun kann, um aus der Panikzone in die Lernzone zurückzukommen.
Das kann folgendermassen geschehen:
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Ich brauche ANNAHME & HINGABE:
Oft geraten wir emotional in die Panik, weil wir uns mit der Angst identifizieren oder in Widerstand gehen. Wenn ich die ganze Zeit denke "Ich will das nicht" und "Ich kann das nicht", dann blockiere ich mich zu einem sehr grossen Teil selbst. Dann lege ich mir Steine in den Weg, wo keine sind. Annahme ist für mich ein grosser Schlüssel, auch im Elternsein. Anzunehmen, dass es gerade anstrengend ist. Anzunehmen, dass ich gerade überfordert bin und keine Lösung habe. Anzunehmen, dass ich mir gerade Raum für mich wünsche, anstatt mich mit den Konflikten meiner Kinder auseinanderzusetzen. Anzunehmen, dass ich als Mutter auch Fehler mache und dass diese mich auf meinem Weg weiterbringen (dürfen). Und mich hingeben, vertrauen, dass die Lösung und die Möglichkeiten der Bewältigung sich zeigen. Das verändert schon ganz viel. Wenn wir allerdings in die Schuld und ins Versagen gehen, dann wird alles nur noch schwerer! Für mich bedeutet Annahme: ich setze mich auf den Boden und atme und spüre, „was fühle ich in meinem Körper? Wo nehme ich die Schwere wahr?“ Ich lasse Tränen laufen. Ich akzeptiere mit jedem Atemzug das, was ist und werde mit jedem Atemzug ruhiger. Und erst danach gehe ich ins Erforschen: woher kommt die Überforderung gerade?
Energetisch sehe ich dann natürlich auch, dass eine RESONANZ, ein THEMA dahintersteckt. Die Überforderung kann die eigene sein, sie kann aber auch übernommen sein von den Eltern oder aus dem Umfeld.
Es gibt unter anderem sogenannte "Altersparallelen": Fühlt es sich für Dich mit Deiner Teenagertochter vielleicht gerade schwer an, so kann es sein, dass sich etwas aus Deiner eigenen Jugend wiederholt. Möglicherweise hat Deine Mutter auch diese Überforderung bei sich gefühlt. Indem wir solche Resonanzen erkennen und sie verabschieden, wird es schon wieder leichter.
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Ich muss wieder IN DIE PRÄSENZ KOMMEN:
Das bedeutet für mich, dass ich zum Beispiel etwas für mich tue, was mich zentriert: Yoga, Meditation, Spaziergang in der Natur, Musik. Aber auch die energetische Klärung ist für mich hier ganz wichtig, denn durch präzise Testfragen finde ich heraus, wo meine Präsenz hängt, warum ich so fragmentiert bin. Die Ursache kann in Fremdenergien liegen und in Resonanzen. Mit gewissen Tools sorge ich dafür, dass alles, was zu mir gehört, wieder zu mir zurückkommt und ich Fremdenergien loslasse.
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Ich brauche FOKUS:
Das bedeutet, dass ich den Fokus auf das werfe, was gerade WICHTIG ist und nicht auf das, was ansonsten DRINGEND erscheint. Kann im Klartext bedeuten, dass die Steuererklärung, die Vorsorge beim Arzt oder das Putzen der dreckigen Fenster eben nochmal warten müssen. Fokus kann aber auch zunächst einmal bedeuten: ich brauche Distanz. Ich gehe in die Adlerperspektive und schau mir das Ganze von weit weg an. Ist das alles dann noch so dramatisch? Kann ich aus der Weite andere Emotionen wahrnehmen, vielleicht sogar Dankbarkeit fühlen? Die Adlerperspektive ermöglicht Dir, erstens wieder in die Weite zu kommen, zweitens die Perspektive zu wechseln und drittens Prioritäten zu setzen. Perspektivwechsel ist nur dann möglich, wenn wir nicht mehr direkt in der Wut und Überforderung drin stecken. Dazu braucht es also die nötige Distanz vom Gefühl und vom Erlebten (Adlerperspektive), um sich eine andere Perspektive überhaupt vorstellen und zulassen zu können.
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Ich checke die VERANTWORTLICHKEITEN:
Den Handlungsauftrag und die Verantwortlichkeiten zu klären, kann wirklich wichtig sein. Die Frage lautet: bin wirklich ICH für das alles verantwortlich? Wieviel Handlung, Klärung, Kontrolle & Führung ist von meiner Seite gedacht? Was darf und sollte ich abgeben? Hier geht es um Deine Grenzen!
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Ich brauche KLEINERE SCHRITTE:
Vielleicht bin ich überfordert, weil ich zuviel auf einmal will und das Ziel unrealistisch hoch gesetzt ist. Der Weg dorthin erscheint kaum machbar. So ist es hilfreich, Teilziele und kleine Schritte dazwischen anzupeilen, anstatt das eine grosse Ziel.
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Ich brauche eine REALISTISCHE SICHT:
Realistisch ist das Gegenteil von illusionär. Es kann also sein, dass das, was mich gerade sehr herausfordert, deshalb so schwierig ist, weil es gar nicht sein soll. Es gehört im Prinzip nicht zu meinem Weg. Ich möchte vielleicht etwas erzwingen. Dann gilt es das loszulassen um wieder frei atmen zu können und zu schauen, welcher Weg wirklich für mich gedacht ist.
Weitere Wege/Möglichkeiten aus meiner Arbeit sind:
- zurück ins Potenzial kommen
- die Beziehungsfelder klären: zu den Kindern, zum Partner, das Familienfeld --> Überforderung und Instabilität zeigen sich oft durch eine UNORDNUNG IM SYSTEM (etwas ist durcheinandergeraten)
- wieder in die Weite kommen und sich bewusst für die Meta-Perspektive (aus höheren Dimensionen) entscheiden
All diese Dinge lernst Du beispielsweise in meiner Herzkompass© Coach Ausbildung. Mit dieser Arbeit hast Du einen bunten Kasten voller wertvoller Tools an der Hand, die von mir selbst in den letzten Jahren erprobt wurden und die raus aus der Überforderung als Eltern wieder in die Handlungsfähigkeit und Leichtigkeit führen. Alle Infos zur Ausbildung findest Du weiter unten.
Gerne begleite ich Dich 1:1 durch Deine Herausforderungen oder in den stärkenden Herzkompass© Intensive Trainings!
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